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16/12/2019
Raspberry Dateisystem Image verkleinern

Wenn man es mal kompliziert braucht! – Auf einem meiner Raspberry’s nutze ich eine Retropie Installation auf einer 128 GB Micro SD Karte. Nun wollte ich die Karte kopieren und musste die Feststellung machen, dass selbst eine baugleiche MicroSD Karte mit ebenfalls 128 GB nicht ausreichend groß genug war und den notwendigen Platz bot. Der Grund dafür ist mir nach wie vor nicht wirklich klar. Jetzt hatte ich das Problem, das Image auf eine Größe reduzieren zu müssen, sodass es wieder auf eine 128 GB Micro SD Karte passt. Oder, wenn man ohnehin einmal in die Richtung denkt, vielleicht sogar gleich eine 64 GB Karte zu nutzen. Die Ausgangslage war, dass ich das Produtkiv Dateisystem nicht verkleinern wollte, weswegen auch die vorliegenden Images immer 128 GB groß waren.

Voraussetzung für die Verkleinerung:

  • einen ausreichend großen Datenträger > 128 GB (USB Stick, SSD oder ähnliches)
  • eine neue MicroSD Karte in bevorzugter Größe (hier sind 64 GB ausreichend)
  • ein nutzbares Linux System (hier Ubuntu 18.04 LTS)
  • Idealerweise USB 3.x Unterstützung

Die einzelnen Schritte:

1. Zunächst wird das von dem Rasperry erstellte Image mit circa 128 GB (via dd) auf auf den großen Datenträger übertragen, sodass es im Anschluss eingebunden und bearbeitet werden kann. In meinem Fall will ich nur die Partition /dev/sdc2 verkleinern.

2. Ist das Dateisystem auf den großen Datenträger übertragen worden, kann das Dateisystem eingebunden und die gewünschte Partition verkleinert werden. Die Größe richtet sich nach der von euch gewählten Wunschgröße. In meinem Fall habe ich die root Partition auf auf 60 GB geschrumpft und dazu das gnome-disk-utility 3.28.3 unter Ubuntu 18.04 LTS genutzt. Somit verbleiben mir eine knapp 240 MB große Boot Partition und eine knapp 60 GB große Root Partition.

Ansicht Gnome Disk Utility

3. Nun haben wir die neuen Partitionen auf der großen Platte und müssen hiervon erneut ein Image via dd anlegen. Die Größe für den Sektoren Count von dd kann exakt via fdisk -l /dev/sdXX ausgeben werden. Hier nimmt man die Summe aus beiden Partitionen ~ 117680128 Sektoren. Die Blockgröße für die folgende Wiederherstellung soll 512 bytes betragen. Also ergänzt man das Kommando dd um die Blockgröße (bs) und den durch 512 geteilten Sektorenwert ~ 229844 (count).

Ausgabe Kommado fdisk -l

Insgesamt sind es dann für beide Partitionen 117680128 Sektoren zu jeweils 512 Bytes ~ 60,25 GB. – Hammer!

Mit diesen Angaben erstelle ich jetzt ein neues, kleineres Image mit einer Zielgröße von 60 GB, was später dann auf die kleinere MicroSD Karte übertragen wird.

4. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, liegt mir  das kleiner Image von 60 GB vor  und wird im letzten Schritt dann wieder mit DiskDump (dd), auf die neue Micro SD Karte übertragen.

Warum USB 3.x?

Die Frage dürfte sich eigentlich fast von selbst beantworten. Weil es sonst super lahm voran geht! – Das kopieren dieser Datenmengen dauert mitunter Stunden. USB 3.x Hardware ist hierbei wirklich ein absoluter Mehrwert und eigentlich auch ein Muss. Zudem sollten gute SD Karten verwendet werden, denn diese schonen den harmonischen Kosmos erheblich. In meinem Fall nutze ich USB 3.0, einen USB SATA Adapter für eine 2.5 Zoll SSHD Festplatte und Sandisk Micro SD Karten. – Der Flaschenhals sind hier definitiv die SD Karten, weil die Schreibgeschwindigkeit erheblich geringer ist, als die auf SSHDs die via USB 3.0 angesprochen werden.

Warum der Umweg über einen dritten Datenträger?

Dieser Umweg war nur notwendig, weil es mir nicht möglich gewesen ist das Ausgangsdateisystem bereits zu verkleinern. Es sollte die ursprüngliche Größe behalten. Eine größere Micro SD Karte wollte ich aus einfachem Stolz heraus auch nicht kaufen :-) …

Grundsätzlich ist es natürlich möglich das, Ausgangssystem im Vorfeld zu verkleinern und sich damit den Zwischenschritt mit einem Dritten Datenträger zu ersparen. Ist das jedoch nicht gewünscht, kann genau dieser beschriebene Zwischenschritt mit einer weiteren Festplatte eventuell für euch nützlich sein. Abgesehen davon trägt es auch unweigerlich zum Verständnis der unterschiedlichen Datenträger bei.

Und ganz wichtig!

Backup, Backup, Backup! – Frei nach den Worten. – „Im am root. If you see me laughing, you better have a backup“. Nein, ganz im ernst. Versuch auch eigene Gefahr :-)


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